Chaotische Monstertage

Ich? Ein Trauma?

Mir ist doch gar nix Schlimmes passiert

So dachte ich bis jetzt immer – denn ich kann mich (bis jetzt) an keine Katastrophe erinnern, die bei mir ein Trauma ausgelöst haben könnte. In über 15 Jahren ambulante Psychotherapie und diversen stationären Aufenthalten in Kliniken setzte ich mich bis her nicht mit diesem Thema auseinander. Ich schnappte zwar hin und wieder den Begriff Trauma auf, wenn Therapeuten/Ärzte untereinander über mich sprachen, doch irgendwie brachte ich das nicht mit mir in Verbindung. Ich traute mich auch nicht, intensiver nachzufragen und in den Entlassungsberichten tauchte davon auch nichts mehr auf. Also setzte sich in meinem Kopf fest, dass dieses „Trauma-Thema“ nichts mit mir zu tun hat und ich „nur“ Depressionen und Ängste habe, die ich in den Griff bringen muss – ich gab mir die Schuld daran, dass die Therapien nicht funktionierten. Schuld, mich nicht genug anzustrengen, zu blöd für die Therapie zu sein, mich nicht richtig ausdrücken zu können und mich eigentlich nur anzustellen.

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Die Saboteure in mir

meine Monster im Kopf außer Kontrolle

Es gibt Zeiten in meinem Leben, da würde ich am liebsten mit meinen Kopf gegen die Wand donnern – nur damit diese Quälgeister in meinem Kopf mich endlich in Ruhe lassen. Leider lassen sich damit nur für kurze Zeit irritieren – glaubt mir: ich habe das oft genug versucht – leider ohne dauerhaften Erfolg.

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Meine Monster im Kopf und die Selbstfürsorge

Alles für die Selbstoptimierung?

ME-TIME, SELF-CARE, Zeit für sich selbst, Selbstfürsorge, Quality Time, Work-Life-Balance, mehr Lebensqualität,…

Alles Begriffe, die mir (gefühlt) momentan überall begegnen, ebenso die dazugehörigen Produkte, die dem Leser ein besseres Leben ermöglichen sollen – wenn er sie denn kauft und anwendet.

Das Internet, Zeitschriften und die neuen Medien sind voll von Tipps und Ratschlägen, die helfen sollen, sich zu entspannen, neue Energie zu tanken oder gesünder zu leben. Es gibt Artikel für optimale Ernährung, Entspannungsübungen für Berufstätige, Tipps für mehr Bewegung trotz Stress im Alltag und vieles mehr. Für den einen gehört das Glas Wein am Abend dazu, für den anderen ein langes Vollbad mit extra viel Schaum oder eine Ganzkörpermassage im nahegelegenen Wellnesstempel.

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Rückblick: Die ersten Zweifel an der Therapie

Ein Jahr ist es mittlerweile her, als bei mir die ersten Zweifel an meiner langjährigen Psychotherapie aufkamen. Zweifel daran, ob ich wirklich alle Themen in der Therapie ansprechen darf. Natürlich gab es auch vorher schon Momente, wo ich mit dem Verhalten meiner Therapeutin Schwierigkeiten hatte, doch
– entweder rückte dieses Problem aufgrund aktueller Schwierigkeiten außerhalb des Therapiesettings wieder in den Hintergrund
– oder ich vetraute nach Ansprache meiner Schwierigkeiten den Worten meiner Psychotherapeutin, dass sie schon genau wisse, was sie tut
und damit war das Thema erstmal beendet.

Sprechblockade

Doch das änderte sich letztes Jahr im Juni: damals hatte ich mal wieder große Probleme mit dem Reden in der Therapie. Es wollte einfach nicht klappen, irgendwie war ich blockiert, weil immer so eine Angst „mich nicht verständlich ausdrücken“ zu können und dadurch falsch verstanden, nicht ernstgenommen zu werden, mitschwang.

Dieses „Nicht Reden können“ belastete mich damals wahnsinnig, ich wusste einfach nicht, wie ich es ändern sollte, wie ich es schaffen sollte trotz der Blockade zu reden. Ich wollte dieses Thema unbedingt in der Therapie ansprechen und bearbeiten.

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Bloggerleben mit Monstern im Kopf

Ursprünglich sollte diese Woche ein Beitrag zum Thema Selbstfürsorge erscheinen, doch anstatt schriftlich hier im Blog darüber zu schreiben, stand für mich eher die praktische Umsetzung an.

plötzlich ist der Akku leer

Gestern, im Gespräch mit meiner Ergotherapeutin, wurde mir mit Tränen in den Augen schlagartig klar, dass ich mir in der letzten Zeit zuviel zugemutet hatte. Nicht nur schlimme, anstrengende oder unangenehmene Erlebnisse können mich überfordern, sondern auch positive und angenehme Situationen.
Die Summe macht´s!
Schlafstörungen, Albträume, vermehrte Ängste und plötzliche Tränenausbrüche bei Kleinigkeiten zeigen mir, dass ich mein seelisches Gleichgewicht nicht mehr Griff habe, sondern es mich.

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