Traumasplitter – zwischen Zweifel und Akzeptanz

Meinen Monstern im Kopf auf der Spur

An diesem Beitrag arbeite ich schon lange und es ist gar nicht so leicht, etwas in Worte zu fassen, was mich zwar unheimlich beschäftigt, aber sich so schwer (be-)greifen lässt. Schwer auch deshalb, weil einige Monster dazu mit dem Kopf nicken: „ja, genau das erklärt es/alles/viel!“ und die anderen vehement mit dem Kopf schütteln: Nein, das darf nicht sein! Ich hab/will kein Trauma!“ Es sind nur Bruchstücke / Splitter, von denen einige bereits zusammen passen, aber insgesamt ist noch kein klares Bild erkennbar.

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Leuchttiere und andere Energietankstellen

Mein Weg zurück aus dem Sozialen Lockdown

Das Leuchttier

Darf ich vorstellen? Das Leuchttier!

Das Leuchttier ist eine solarbetriebene Lampe, die wohl ein Glühwürmchen symbolisieren soll und schließlich einem lieben Menschen im Bayerischen Wald Geburtstagsgrüße überbrachte. Doch leider besaß das Leuchttier seinen ganz eigenen Kopf und ließ das Geburtstagskind trotz Schütteln und Rütteln im Dunkeln. Im Kopfstand erstrahlte es manchmal, manchmal aber auch nicht…. So durfte es natürlich nicht da bleiben und musste am nächsten Tag mit mir zurückfahren. Kaum in der heimatlichen Garage angekommen, leuchtete mir vom Rücksitz das gelbe Hinterteil des Leuchttiers entgegen. Na toll 🙄😁

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Time Out

nichts mehr hören, nichts mehr sagen, nichts mehr sehen

Es gibt Zeiten in meinem Leben da will und brauche ich einfach meine Ruhe, das bedeutet in meinem Fall, ich bin für nichts und niemanden mehr zu erreichen, schalte mein(e) Telefon(e) aus, lese keine Emails oder sonstige Nachrichten und öffne auch meine Wohnungstüre nicht mehr, falls es klingelt.
Die Fachwelt nennt dieses Verhalten Sozialer Rückzug

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Das Ende der Traumatherapie

Mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen. Die letzten 5 Wochen verbrachte ich abwechselnd zwischen Hoffnung und Angst: diese Ungewissheit, ob eine Verlängerung der angefangenen Traumatherapie fortgesetzt werden kann, kostete mich jede Menge Kraft. Kraft, die ich benötigte, um mich von den Gedanken und Befürchtungen wieder ohne weitere professionelle Trauma-Bearbeitung dazustehen, abzulenken. Doch alles Daumen drücken und alle Zuversicht ausdrückenden Worte reichten nicht aus: nach nur 12(!) genehmigten Stunden ist die Traumatherapie für mich zu ende.

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Kunsttherapie – wenn mir die Worte fehlen

Ich kann doch nicht malen

Dieser Gedanke kommt wahrscheinlich vielen in den Kopf, die mit dem Thema Kunsttherapie bzw. Gestaltungstherapie in Berührung kommen. Auch bei mir blinkte dieses „ich kann nicht malen“ in großen Lettern vor meinem inneren Auge auf, als ich bei meinem ersten Klinikaufenthalt den Baustein „Gestaltungstherapie“ in meinem Therapieplan las. Er wurde 1x wöchentlich als Gruppentherapie angeboten und allein dieser Gedanke lies mein Herz vor Angst rasen. Malen? Auch noch in der Gruppe ?!? Oh nein!! Irgendwie musste ich an meine Erfahrungen in der Schule im Kunstunterricht denken: berühmte Bilder nachmalen, die benotet wurden und Lehrer, die mit dem Rotstift meine Bleistiftzeichnungen korrigierten. Auch der muffigen Geruch nach nassem Schwamm, offenen Farbentuben und feuchtem Papier gemischt mit dem übelriechendem Abfluss im Waschbecken, in dem die benutzten Pinsel ausgewaschen wurden, schoss mir sofort in die Nase. 👃 🙊🙊

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