Der bayrische Bäderlauf 2019

ein 21,1km langer Landschaftslauf von Bad Aibling nach Bad Feilnbach

Vorgeschichte

Kurz nach dem Berliner Halbmarathon sprach mich P. aus unserer neu entstandenen Laufcrew* auf den bayrischen Bäderlauf an und schwärmte mir von der unbeschreiblich schönen Landschaft vor.
Ich liebe das oberbayrische Alpenvorland und so zögerte ich nur kurz, um mich dann Anfang Mai verbindlich für diese Laufveranstaltung zu registrieren.

Erst später realisierte ich, dass dieser Halbmarathon etwas ganz anderes sein wird, was ich bisher von Städtemarathons gewohnt war. Besonderen Respekt hatte ich von den angekündigten Höhenmetern, die während des Laufes überwunden werden mussten. Nach der Online-Anmeldung rückte für mich diese Veranstaltung erstmal in den Hintergrund, da damals für mich noch der Halbmarathon in Fürth im Juni anstand und das Training für den Bäderlauf erst danach startete.

*Die Geschichte zur Laufcrew findet ihr hier

Vorbereitungen

auf der Suche nach einem Trainingsplan

Auf meine bisherigen Halbmarathondistanzen trainierte ich mit Hilfe von einem kostenlosen Online-Trainingsplan von Runner`s World, doch für meine Vorbereitung auf den Bäderlauf existierte dieses Angebot nicht mehr. So durchstöberte ich das World Wide Web nach Trainingsplänen, die sich an der Herzfrequenz orientierten und keine Pacevorgaben vorsah, die ich aufgrund meiner hügligen Haustrecken sowieso nicht einhalten kann. Außerdem gefällt mir diese Trainingsmethode besser, da sie sich automatisch meiner aktuellen Verfassung anpasst.

Effektiver trainieren durch Pulskontrolle
Der Puls ist bei diesem Training derjenige Gradmesser, nach dem sich die Trainingsintensität bestimmt. Es ist immer von einem bestimmten Prozentwert der maximalen Herzfrequenz die Rede, zum Beispiel 60 Minuten mit 70 bis 75 Prozent der HFmax.
Das bedeutet, der Puls sollte sich während der 60 Minuten andauernden Jogging-Einheit im Bereich zwischen 70 bis 75 Prozent Ihrer maximalen Herzfrequenz bewegen. Falls man auf einer profilierten Strecke oder bei Wind läuft, kann das bedeuten, dass das Tempo nicht konstant ist, weil man bergauf oder gegen den Wind langsamer laufen muss, um im gewünschten Herzfrequenzbereich zu bleiben. Genau das ist aber der Vorteil am pulsorientierten Lauftraining: Denn so ist die Belastung während des Trainings konstant, die sich eben an der Herzfrequenz ablesen lässt und nicht am Tempo.

Quelle und mehr Infos: Runnersworld

Nach vielen Vergleichen von unterschiedlichen Trainingsplänen fand ich auf der Seite von Runskills diesen 14 Wochen – Plan für einen Halbmarathon unter 2 Stunden.

Das Halbmarathontraining

An diesem Plan orientierte ich mich während meiner Vorbereitung auf den Bayrischen Bäderlauf und konnte die einzelnen Trainingseinheiten auch ohne größere Probleme durchziehen. Nur die sommerliche Hitze lies nicht immer meine angestrebte Geschwindigkeit zu, auch wenn ich in diesen Wochen meine Trainingseinheiten auf früh morgens legte und der Wecker mich um 5:00 Uhr aus dem Bett klingelte.

guten Morgääähn zum Earlybird

In diesen Trainingswochen drehte ich nicht nur auf meinen Hausstrecken meine Runden, sondern entdeckte auch für mich neue Laufstrecken in der näheren und weiteren Umgebung.

Diese 14 Wochen Halbmarathontraining gaben mir während den vielen Aufs und Abs mit meinen Monstern im Kopf eine gewisse Stabilität und Struktur, die mir persönlich sehr gut tat. Auch meine erzielten Fortschritte durch das strukturierte Training hielten mich bei Stange und motivierten mich weiterzumachen, auch wenn es mir manchmal sehr schwer fiel, die Laufschuhe zu schnüren, weil mich dieser ganze Behördenwahnsinn mal zu viel Kraft gekosten hat.

Ich fühlte mich sehr gut vorbereitet, die magische 2 Stundengrenze beim Halbmarathon zu unterbieten schien möglich, denn meine angestrebte Pace konnte ich beim Abschlusstraining gut halten. Und dann war es plötzlich da:

Das Rennwochenende

Freitag: Anreise und Unterkunft

Nach einem gemeinsamen Frühstück mit P. und dem kleinen E., verstauten wir alles Nötige wie Gepäck, Proviant, Spielzeug und Fahrrad für den kleinen E. in P.`s Auto und bei bestem Wetter mit blauen Himmel und Sonnenschein, reisten wir drei gemütlich über die Autobahn Richtung Oberbayern. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und wir kamen fast ohne Stau am frühen Nachmittag in Au bei Bad Aibling an, das zur Gemeinde Bad Feilnbach gehört

Blick von Au auf die
bayrischen Voralpen

Langjährige Freunde von P. nahmen uns dankenswerterweise während des gesamten Rennwochenendes in ihrem Haus auf und verpflegten uns einfach unbeschreiblich gut.

Durch meine Monster im Kopf fällt es mir nicht wirklich leicht mit mir fremden und unbekannten Personen in Kontakt zu treten, doch mit Unterstützung meines Laufbuddies P. fühlte ich mich bei Familie L. schnell willkommen. Die innere Anspannung konnte ich zwar nicht komplett loswerden und meine Gedanken kreisten immer mal wieder um „wie wirke ich?“, „bin ich langweilig?“ und „hoffentlich bekomme ich keinen Aussetzer (Dissoziation)“. Ich konnte mich aber damit beruhigen, dass P. auch regelmäßig meinen Blog liest, somit über mich und meine Monster im Kopf Bescheid weiß und sowie notfalls mich unterstützen kann, falls es zu unangenehmen Situationen, Fragen kommen sollte. Das habe ich vorher mit ihr besprochen- sie hat wirklich verständnisvoll reagiert und meine Fragen immer beantwortet, was mir wirklich eine enorme Sicherheit gegeben hat, mich auf dieses Abenteuer einzulassen.

Tapering vor dem Halbmarathon

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem kleinen Spaziergang rund um’s Dorf und entdeckten dabei einen Teil der Laufstrecke vom Bayrischen Bäderlauf, der am nächsten Tag auch durch Au führt. Anschließend regenerierten wir weiter im wunderschönen Garten der Familie L., während der Hausherr das Abendessen vorbereitete, d.h. er schmiss den Grill an und zauberte ein perfektes Menü, das eine ordentliche proteinhaltige Grundlage für den Wettkampf am nächsten Tag schaffte. Ok, Kohlenhydrate in Form von viiiieel leckerem Grillgemüse gab´s auch. Bei sommerlichen Temperaturen ließen wir den Abend draußen auf der neugestalteten Terrasse ausklingen, bevor wir nach dem gemeinsamen Aufräumen uns zum kleinen E. ins Gästezimmer zurückzogen.

Samstag: Raceday

RACEDAY

Nach einer für mich ungewohnten Nacht mit einem sehr lebhaften 4-jährigen im gleichen Bett, stieg bei mir morgends kurz vor Sonnenaufgang die Anspannung vor dem Bäderlauf. Als auch ein paar Folgen von Paw Patrol (Das ist momentan der Hit in den deutschen Kinderzimmern) auf dem Smartphone keine Ruhe mehr ins Schlafzimmer brachten (es lebe der kostenlose WLAN-Zugang), zogen der kleine E. und ich ins Wohnzimmer um, um der mitgebrachten Spielzeugtierwelt eine Rutschbahn mit Sprungschanze zu bauen.

So verflog die Zeit bis zum gemeinsamen Frühstück mit unseren Gastgebern wahnsinning schnell und nach dem für mich obligatorischen Schokomüsli plus 2 Tassen Kaffee, wurde es auch schon Zeit die Startunterlagen in Bad Feilnbach abzuholen, also der Ort in dem sich dann auch das Ende der 21,1km Strecke befand.

Unsere Gastgeberin chauffierte uns ein paar Minuten später direkt ans Zielgelände, wo schon alles für die spätere Zielparty bereitstand. Das Abholen der Startunterlagen klappte zügig und problemlos, so dass wir uns nach der Befestigung der Startnummern und dem Auffüllen des Flüssigkeitshaushalts durch ausreichend bereitgestellte Getränke, auf die Suche nach dem Shuttlebus begaben, der uns Richtung Bad Aibling zum Start bringen sollte.

Wir folgten also ein paar Menschen in Laufbekleidung zum Rathaus von Bad Feilnbach, an dem angeblich der Zubringerbus für die Läufer zur Therme in Bad Aibling startete. Am besagten Ort versammelten sich auch immer mehr gutgelaunte Läufer, die mit uns gemeinsam bei schönsten Wetter auf den Bus warteten…. und warteten…und warteten. Irgendwann bemerkte ein Läufer, dass sich die Haltestelle des Shuttlebus auf der anderen Seite des Rathauses befand, wo sich schon die Einheimischen versammelt hatten… 😂😂

Start an der Therme in Bad Aibling

Nach einer ca. 30min langen entspannten Fahrt kamen wir an der Therme in Bad Aibling an und die Organisatoren begrüßten uns mit lauter Musik und motivierenden Worten. Inwischen lag die Temperatur schon bei über 20° C und bis zum Start um 11:00 Uhr stiegt das Thermometer über die 25°C – Marke. Meine Renntaktik änderte sich in diesem Moment von „Halbmarathon um die 2 Stunden“ in „Hauptsache gesund ankommen“, denn die Hitzeschlacht in Fürth lag mir noch deutlich vor Augen. Auch die Organistaoren mahnten alle Läufer deutlich, das Wetter nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und genug zu trinken, da die Strecke nur sehr wenig Abschnitte im Schatten aufweist und die dazugehörigen Höhenmeter, lösten bei mir schon einen mega Respekt aus.

Nach der Abgabe meines Kleiderbeutels (toller Service – Zieltransport inklusive!) versuchte ich mich bis zum Startschuss im Schatten aufzuhalten und immer mal wieder ein Schlückchen Wasser zu mir zu nehmen. Meine Nervosität stieg und die Monster im Kopf versuchten wieder hartnäckig meinen Halbmarathonstart zu verhindern, in dem sie mir sehr eindringlich „was tust du da?“, „schau mal wie fit die alle sind!“ und „es ist viel zu heiss zum Rennen“ ins Ohr schnauzten.

Endlich zählten 200 Läuferstimmen die letzten Sekunden bis zum Start runter … 5 – 4 – 3 – 2 – 1 – LOS und mit einem Startschuss gingen die vielen bunten Läufer*innen auf die 21,1 km lange Strecke von Bad Aibling zurück nach Bad Feilnbach.

Meine Beine fühlten sich sehr gut und locker an, die Monster im Kopf hielten endlich die Klappe und so lief ich mit den anderen Läufern durch einige Straßen von Bad Aibling, wo vereinzelte Zuschauer, das Teilnehmerfeld anfeuerten. Die amtlich vermessene Lauftrecke führte nach ca. 3 km aus der Stadt heraus und der Blick öffnete sich auf das bayrische Voralpenland. Zwischen Wiesen, Weiden und Äckern zog sich das Läuferfeld langsam auseinander und ich versuchte mein Wunschtempo erstmal zu halten, was erstaunlicherweise auch locker möglich war.

Nach KM 5 erreichte ich den ersten Verpflegungspunkt und gönnte mir gleich 2 Becher Wasser – einen zum trinken und einen über den Kopf, denn ich wusste, kurz nach dieser Wasserstelle geht’s 2 km bergauf auf den höchsten Punkt der Strecke. Ich nahm also Tempo raus und meine Beine trabten gleichmäßig Höhenmeter um Höhenmeter den Berg hoch. Meine Pulsuhr zeigte nach kurzer Zeit den roten Bereich an und so verfiel ich ins Gehen, denn schließlich brauchte ich noch genug Energie für die restlichen Kilometer. Durch den fehlenden Schatten auf dem Weg nach oben brannte die Sonne unbarmherzig auf meinen Kopf und ein erster leichter Schmerz im Hinterkopf machte sich bemerkbar.

Endlich erreichte ich nach 7,5 km den höchsten Punkt auf 564m und freute mich auf das kühle Nass im Becher, dass mir die freundlichen Helfer entgegenhielten. Bergab überholte ich wieder einige Läufer, die ich bergauf nur von hinten gesehen habe und genoss zumindest für kurze Zeit die Kühle der schattenspenden Bäume. Als ich den Wald verließ, erblickte ich ein ganz tolles Bergpanorama hinter der Irschenbergautobahn, wo sich – wie jedes Wochenende – die große Blechlawine den Berg hochquälte. Diese großartige Landschaft lies für eine kurze Zeit, meine immer stärker werdenden Kopfschmerzen in den Hintergund treten und ich dachte an meinen Opa, der die Berge liebte.

Im Ort Dettendorf bei KM 10 freute ich mich wieder über die zahlreichen Helfer, die einen weiteren Verpflegungspunkt für alle Läufer eingerichtet haben. Wie immer 2 Becher Wasser: einen zum Trinken, einen über den Kopf und Arme.

Bei KM 13 erreichte ich AU, den Ort unserer Unterkunft. Meine Zunge klebte vor Durst am Gaumen und ich sehnte eine Wasserstelle herbei. Gottseidank saßen die Kinder unserer Gastgeber mit dem kleinen E. an der Laufstrecke, um uns anzufeuern. Ich bat um einen Schluck Wasser, den sie mir auch sofort eifrig besorgten – das 500m weiter die offizielle Verpflegungsstelle bereit stand, wusste ich nicht. Ich bedankte mich für meine Rettung, klatschte alle Kinderhände nochmal ab und weiter ging’s auf die letzten Kilometer.

„Nur noch 7 km – meine Haustrecke “ mit diesem Satz motivierte ich mich selbst, um nicht aufzugeben, denn die Verlockung war echt groß sofort hier in Au das Rennen zu beenden. Mein Kopf dröhnte und ich beschloss ein bisschen im Wechsel zu gehen und zu traben.

„Nur noch 5 km!“ sprach ich mir wieder selbst Mut zu und überholte wieder ein paar Läufer, die ebenfalls ins Gehen übergegangen sind. Die Luft war raus – und ich verfiel in den Schritt. Da sprach mich ein älterer Mann mit einem langen Rauschbart an: „Komm, die letzten Kilometer traben wir zusammen! Ganz locker!“. Ich schaute ihn ungläubig an, lies mich aber darauf ein. Schweigend trabten wir nebeneinander her und zwei weitere gehende Teilnehmer liessen sich auf die motivierenden Worten „Ganz locker! Nur Traben!“ dieses Läufers ein und schlossen sich uns an.

Ab KM 19 stieg die Strecke nochmal richtig an und liess bei mir die ursprünglich geplante ins Endbeschleunigung nicht mehr zu. Erst als ich die Sambatrommeln im Ziel hörte und mein Mitläufer mir das Zeichen zum Endspurt gab, sprintete ich noch ca. 200m mit letzter Kraft ins Ziel – natürlich lockte ein tolles Finisherfoto 😀

Finisher Foto

Die liebevolle Betreuung und Begrüßung im Ziel mit Medaille, Wasser und Freibier ließen die Strapazen der letzten 21.1 km erstmal vergessen und ich bedankte mich herzlich bei meinem motivierenden Mitläufer, dass er mich ins Ziel gezogen hat. Auch P. , die ein paar Minuten vor mir die Ziellinie überquerte hatte, wartete schon auf mich und wir gratulierten uns gegenseitig zum Finish, um uns dann erstmal das spendierte alkoholfreie Weizen schmecken zu lassen. Wir nahmen unsere Kleiderbeutel wieder von den Helfern in Empfang, wechselten die verschwitze Laufbekleidung und lösten anschließend den Gutschein für eine Schüssel Pasta ein, um die verbrauchten Kalorien wieder aufzufüllen.
Satt und zufrieden ließen wir uns kurz darauf von unserem Hausherrn abholen und mit dem Auto zurück in unsere Unterkunft fahren, wo ich mir erstmal eine ausgiebige Dusche und nach Kaffee & Kuchen auch ein kleines bzw. größeres Schläfchen gönnte.

Am Abend zauberten unsere Gastgeber wieder ein wahnsinnig leckeres Abendessen mit selbstgemachten Semmelknödel und Gulasch aus namentlich bekannten Biorind aus der Nachbarschaft, das vor kurzem noch auf der Weide gestanden hat. Mhhhh soooo lecker!!! Der Abend gestaltete sich sehr kurzweilig, doch mir fiel es immer schwerer den Gesprächen zu folgen. Mein Kopf schmerzte wieder und ich bekam Probleme meine Monster im Kopf unter Kontrolle zu halten – immer wieder verlor ich den Faden des Gesprächs, konnte die Wörter nicht mehr aufnehmen, obwohl ich sie hörte – und so verabschiedete ich mich langsam in mein Bett, wo der kleine E. schon tief schlummernd zwischen den Decken und Kissen lag.

Sonntag: Heimreise

Der Morgen nach dem Bäderlauf begann erneut mit zwei Folgen Paw Patrol mit dem kleinen E – leider konnte ich mich mit meinem Folgenwunsch nicht durchsetzen und so rettete die Pfotenpatrouille erneut den Zug und einer der Pfotenfreunde weigerte sich nochmal zu baden. 😀 😀
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit frischen Semmeln, Brezen, Obst und Kaffee, wurde es Zeit die Sachen zu packen und die Heimreise anzutreten. P., E. und ich bedankten und verabschiedeten uns herzlich bei allen Mitgliedern der Familie L., unseren Gastgebern, die uns einen fantastischen Rahmen für den Bayrischen Bäderlauf boten und ich mich trotz meiner Monster im Kopf wohl und willkommen fühlen durfte. Die Heimfahrt verlief trotz Stau und Umleitung über Regensburg relativ problemlos und so kamen wir voller Eindrücke und unvergesslicher Erlebnisse wieder zu Hause an.

Persönliches Fazit

Das war der Bayrische Bäderlauf

Das war jetzt die 2. Lauflaufveranstaltung in Folge, bei der mir die sommerlichen Temperaturen Grenzen gesetzt haben. Ich bin einfach kein Hitzeläufer! Die Trainingsvorbereitung lief für mich optimal, doch wenn das Thermometer am Renntag mehr als 20°C anzeigt, kann ich meine Leistung nicht mehr abrufen Irgendwie bin ich dann doch etwas enttäuscht von meinen Ergebnissen, obwohl ich weiß, dass ich solche Wetterbedingungen nicht beeinflussen kann und ich damit höheren Temperaturen nur zurecht komme, wenn ich die Belastung also die Geschwindigkeit reduziere – Gesundheit geht vor!

Auch landschaftlich begeisterte mich diese Laufveranstaltung, genauso wie die Organisation, die allein von ehrenamtlichen Helfern mit viel Herzblut gestemmt wird. Hut ab!!

Doch habe ich für mich festgestellt, dass ich zwar im Training, v.a. bei den langen, ruhigen Läufen, gerne Landschaftschaftsläufe absolviere, aber mir in der Wettkampfsituation doch die Stimmung inklusive Anfeuerung durch viele Zuschauer und Läufer, sowie die ganze Atmosphäre der größeren Laufveranstaltungen in der Stadt besser gefallen.

In diesesem Sinne

KEEP ON RUNNING

Freu mich jetzt auf eure Kommentare, Likes oder andere Zeichen, dass ich diesen Blogbeitrag gelesen habt 😉

Was sagst du dazu? (Kommentar verfassen)

  1. Wahn- sinnig im wahrsten Sinne des Wortes.
    Bei diesen Temperaturen und noch in der Mittagshitze zu laufen!!!!
    Leider können die Läufer und Läuferinnen den Wettergott nicht beeinflußen, aber vielleicht doch die Organisatoren. Wie wäre es denn für dich und vielleicht für die anderen Hitzegeschädigten wenn diese Laufveranstaltungen, vor allem in den Sommermonaten, zeitlich früher angesetzt werden könnten?
    Ich konnte in Deinem Bericht jeden Schritt verfolgen und je mehr ich las, desto mehr Kopfschmerzen, Durstgefühl und schwere Beine bekam ich. Zwischen den Zeilen kamen mir dann eigene Lauferfahrungen und Berichte auch von anderen erschöpften Läufern in meinen Kopf, die zwar alle ins Ziel kamen, aber mit welchen Enttäuschungen über die erhoffte Zeit.
    Ist es das wert?
    Trotz einzigartigem Panorama, trotz super Organisation des Veranstalters, trotz der vielen freiwilligen Helfern, die Gott sei Dank das kühle Nass anreichten etc etc. Ist es das wert, dass viele Sportler ihre Gesundheit aufs Spiel setzen z.B. Sonnenstich, Hitzschlag, Dehydration und physische wie mentale Erschöpfung? (siehe Einsatz des Rettungshubschraubers),???
    Ich persönlich bin froh, dass du die zwei Sonnenläufe ( Fürth und Bad Aibling) zwar mit grosser Anstrengung einigermaßen heil überstanden hast und deine Erkenntnis daraus gezogen hast. KEEP ON RUNNING 🏃‍♀️❤🏃‍♀️
    Freue mich schon auf unseren nächsten gemeinsamen Lauf.

    • Erstmal Dankeschööön für’s Teilen deiner Gedanken 🤗🤗
      Ich freue mich gerade sehr , dass ich mit meinen Beschreibungen des Laufs bei dir solche Emotionen und bildhafte Vorstellungen im Kopf auslösen kann und du so mit mir mitfieberst. Das zeigt mir, dass meine Worte bei Lesern auch ankommen und spornt an weiter zu machen. 💪💪

      Die Organisation des Bäderlaufs hat wirklich einen tollen Job gemacht und das Wetter lässt sich leider von niemanden beeinflussen. Es gibt Läufer, denen machen die sommerlichen Temperaturen nichts aus, die laufen sogar nen neuen Streckenrekord. 😱 Und dann gibt es Läufer wie mich.. 😁

      Meiner Meinung nach, liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Läufers, ob er bei einem Lauf startet und ggf. seine Renntaktik dementsprechend anzupassen. Die Bedingungen sind für alle gleich und der einzelne Läufer muss dann für sich das beste draus machen. 😉 Dem einen fällt es leichter, dem anderen schwerer….That“s Life 😁😁 …

  2. Guten Morgen liebe Sonja,

    und schon wieder habe ich deinen Blog gelesen und beim Frühstücken das Gefühl gehabt, dabei gewesen zu sein…

    Und schon wieder musste ich alles in einem Stück lesen, weil es mich so mitgezogen hat und du mich mit deinem Schreibstil so wunderbar leicht mit ins Geschehen gezogen hast. Ich habe beim Lesen das Gefühl, als könnte ich mit dir mitfühlen, was du durchlebt hast. Unglaublich!!

    Und es macht mich wieder ein Stück stolzer auf dich und deine Megaleistung, die du auch in Bayern wieder erbracht hast. Wahnsinn!!!!

    Du bist eine großartige Kämpferin! Das wissen wir.

    Ich wünsche dir ebenso viel Kraft und Stärke dabei, wenn du deine Pausen in Achtsamkeit übst. Das wird noch herausfordernd werden.

    Fühl dich ganz fest gedrückt, Bettina

    • Liebe Bettina, deine liebe Rückmeldung bedeutet mir wieder sehr viel. Es freut mich total, dass meine Worte so lebendig bei dir ankommen und du meine Erlebnisse immer begeistert liest. Drück dich ganz fest zurück 🤗

  3. Hallo Sonja, so nun komme ich auch endlich dazu, mal einen Kommentar zu verfassen!
    So wie Du den Bäderlauf geschildert hast, ist man echt mittendrin und im Rennen dabei und kann echt nachfühlen! Aua ;-(
    Es wurde bereits schon erwähnt das Du so klasse schreibst und ich hoffe es tut Dir auch richtig gut, alles von der Seele zu schreiben. Und das schöne: hier im Blog kannst du es mit uns teilen, Du bist nicht allein!! 🤗
    Zum Lauf selber; weiß ich ja was Du vorher trainiert hast und wie gut Du drauf warst! Wir machten ja eine Tempoeinheit gemeinsam und Dir hätte ich echt ne tolle Zeit gegönnt! Aber es kommt leider oft anders wie es man sich ausrechnet und ich gebe zu, mich wurmt sowas auch wenn ich einen schlechten Wettkampf hatte! Wir kennen zu gut das Hochgefühl einer Bestzeit und es macht uns stark💪💪 Doch wiederum muss man sich wieder auf das wesentliche konzentrieren, ist es so wichtig das wir lieber umfallen?? NEIN!!
    Wir möchten leben, beim Laufen Spaß haben und uns gut fühlen! Egal welche Zeit.
    Ich freue mich auf weitere schöne unbeschwerte Läufe mit Dir und wünsche eine Gute Nacht 😴

    • Auch dir ein 💖-liches Dankeschööön für deine Worte 🤗

      Das stimmt: auch wenn das Training optimal läuft, gibt es immer noch Variablen, wie das Wetter, Krankheiten,Verletzungen, die das Ergebnis beeinflussen können…ich habe versucht, das Beste daraus zu machen und das zählt. Vom Verstand her ist mir das klar, bei meinen Monstern im Kopf muss ich da noch etwas Überzeugungsarbeit leisten 🤣🤣

      Ich freu mich auch auf viele neue Laufstrecken mit dir..LG Sonja