Trauma

Ich? Ein Trauma?

Mir ist doch gar nix Schlimmes passiert

So dachte ich bis jetzt immer – denn ich kann mich (bis jetzt) an keine Katastrophe erinnern, die bei mir ein Trauma ausgelöst haben könnte. In über 15 Jahren ambulante Psychotherapie und diversen stationären Aufenthalten in Kliniken setzte ich mich bis her nicht mit diesem Thema auseinander. Ich schnappte zwar hin und wieder den Begriff Trauma auf, wenn Therapeuten/Ärzte untereinander über mich sprachen, doch irgendwie brachte ich das nicht mit mir in Verbindung. Ich traute mich auch nicht, intensiver nachzufragen und in den Entlassungsberichten tauchte davon auch nichts mehr auf. Also setzte sich in meinem Kopf fest, dass dieses „Trauma-Thema“ nichts mit mir zu tun hat und ich „nur“ Depressionen und Ängste habe, die ich in den Griff bringen muss – ich gab mir die Schuld daran, dass die Therapien nicht funktionierten. Schuld, mich nicht genug anzustrengen, zu blöd für die Therapie zu sein, mich nicht richtig ausdrücken zu können und mich eigentlich nur anzustellen.

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Wahrheit kann weh tun

Inzwischen ist es fast ein Jahr her, Seit ich den Kontakt zu meiner langjährigen Psychotherapeutin abgebrochen habe – und noch immer belasten mich die Erlebnisse mit ihr und der daraus resultierte Therapieabbruch massiv.

Die gut gemeinten Ratschläge wie „vergiss es doch einfach“, „sei froh, dass du weg bist“ und „du musst jetzt nach vorne schauen“ helfen mir in diesen Momenten überhaupt nicht. Diese Sätze bewirken eher das Gegenteil, denn ich fühle mich unverstanden und nicht ernst genommen. Ich würde diese Erlebnisse ja gerne vergessen, ich würde ja gerne froh drüber sein und nur noch nach vorne schauen, doch es klappt irgendwie nicht! Gedanken wie: „was stimmt mit mir nicht? und „was mache ich nur falsch“ drängen sich daraufhin in den Vordergrund und lösen bei mir massive Schuldgefühle aus. „Hör doch nicht hin!“ ist dann bestimmt der nächste Tipp, oder?

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Ver-rückt

Diesmal gibt es keinen Text von mir, sondern von Dami Charf, einer Therapeutin, die im Internet für mich sehr verständlich über Trauma und Traumafolgestörungen schreibt. Sie beschreibt ein Thema, das ich persönlich für sehr lesenswert halte und wollte es euch nicht vorenthalten. Ist es nicht… Weiterlesen »Ver-rückt

Der Klumpen im Bauch

Die letzten Wochen konnte ich diesen schwer definierbaren Klumpen in meinem Bauch erfolgreich ignorieren und vergessen. Die Zeit in Berlin und in Dänemark mit ihren zahlreichen wunderbaren Erlebnissen ließen meinen Monstern im Kopf keinen Spielraum, diesen unangehmen Klumpen in Erinnerung zurück zu rufen.

Doch seit gestern ist er wieder präsent, mehr als mir lieb ist. Ich schaffe es nicht, meine Monster im Kopf daran zu hindern, mir immer wieder Szenen auf meine innere Leinwand zu projizieren, die ich am liebsten für immer aus meinem Gedächtnis verbannen möchte. Meine Monster finden irgendwie einen mega Gefallen daran, diesen Film, diese Worte, diese Zeit als neuverfilmten Blockbuster immer wieder neu rauszubringen und diesen Horrorfilm in Dauerschleife zu senden, sobald ich ihn ins Archiv legen will.

Monster’s Blockbuster in Dauerschleife
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Trigger – wenn Monster im Kopf automatisch aktiv werden

Alarm im Kopf

Gar nicht so einfach einen Beitrag über Trigger zu schreiben, ohne dass meine Monster dies als willkommenen Anlass nehmen, Chaos im Kopf zu veranstalten.

Doch mir ist dieses Thema sehr wichtig, um aufzuzeigen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen sich nicht einfach „zusammenreißen“ und ihr Verhalten, ihre Gedanken, ihre Gefühle nicht immer mit dem Verstand beeinflussen können. Das bedeutet, in bestimmten Situationen laufen im Gehirn automatische Prozesse ab, die allein mit dem Willen nicht gestoppt werden können.

Meine Monster im Kopf haben da also ihr eigenes System um mit Ereignissen umzugehen und mein Verstand besitzt da oft kein Mitspracherecht. – Sätze, wie „du musst nur wollen“, „stell dich nicht so an“, „du musst nur mit xy aufhören“ sind ziemlich wirkungslos und interessieren meine Monster in diesen Momenten herzlich wenig, sie wissen es einfach besser. Wenn meine Monster einen ihnen bekannten Trigger wahrnehmen hält sie nichts mehr auf und das Monster-Chaos-Programm startet, ohne dass ich immer dagegen steuern kann.

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