Sprechblockade

Kunsttherapie – wenn mir die Worte fehlen

Ich kann doch nicht malen

Dieser Gedanke kommt wahrscheinlich vielen in den Kopf, die mit dem Thema Kunsttherapie bzw. Gestaltungstherapie in Berührung kommen. Auch bei mir blinkte dieses „ich kann nicht malen“ in großen Lettern vor meinem inneren Auge auf, als ich bei meinem ersten Klinikaufenthalt den Baustein „Gestaltungstherapie“ in meinem Therapieplan las. Er wurde 1x wöchentlich als Gruppentherapie angeboten und allein dieser Gedanke lies mein Herz vor Angst rasen. Malen? Auch noch in der Gruppe ?!? Oh nein!! Irgendwie musste ich an meine Erfahrungen in der Schule im Kunstunterricht denken: berühmte Bilder nachmalen, die benotet wurden und Lehrer, die mit dem Rotstift meine Bleistiftzeichnungen korrigierten. Auch der muffigen Geruch nach nassem Schwamm, offenen Farbentuben und feuchtem Papier gemischt mit dem übelriechendem Abfluss im Waschbecken, in dem die benutzten Pinsel ausgewaschen wurden, schoss mir sofort in die Nase. 👃 🙊🙊

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Rückblick: Die ersten Zweifel an der Therapie

Ein Jahr ist es mittlerweile her, als bei mir die ersten Zweifel an meiner langjährigen Psychotherapie aufkamen. Zweifel daran, ob ich wirklich alle Themen in der Therapie ansprechen darf. Natürlich gab es auch vorher schon Momente, wo ich mit dem Verhalten meiner Therapeutin Schwierigkeiten hatte, doch
– entweder rückte dieses Problem aufgrund aktueller Schwierigkeiten außerhalb des Therapiesettings wieder in den Hintergrund
– oder ich vetraute nach Ansprache meiner Schwierigkeiten den Worten meiner Psychotherapeutin, dass sie schon genau wisse, was sie tut
und damit war das Thema erstmal beendet.

Sprechblockade

Doch das änderte sich letztes Jahr im Juni: damals hatte ich mal wieder große Probleme mit dem Reden in der Therapie. Es wollte einfach nicht klappen, irgendwie war ich blockiert, weil immer so eine Angst „mich nicht verständlich ausdrücken“ zu können und dadurch falsch verstanden, nicht ernstgenommen zu werden, mitschwang.

Dieses „Nicht Reden können“ belastete mich damals wahnsinnig, ich wusste einfach nicht, wie ich es ändern sollte, wie ich es schaffen sollte trotz der Blockade zu reden. Ich wollte dieses Thema unbedingt in der Therapie ansprechen und bearbeiten.

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