Depressionen

Leuchttiere und andere Energietankstellen

Mein Weg zurück aus dem Sozialen Lockdown

Das Leuchttier

Darf ich vorstellen? Das Leuchttier!

Das Leuchttier ist eine solarbetriebene Lampe, die wohl ein Glühwürmchen symbolisieren soll und schließlich einem lieben Menschen im Bayerischen Wald Geburtstagsgrüße überbrachte. Doch leider besaß das Leuchttier seinen ganz eigenen Kopf und ließ das Geburtstagskind trotz Schütteln und Rütteln im Dunkeln. Im Kopfstand erstrahlte es manchmal, manchmal aber auch nicht…. So durfte es natürlich nicht da bleiben und musste am nächsten Tag mit mir zurückfahren. Kaum in der heimatlichen Garage angekommen, leuchtete mir vom Rücksitz das gelbe Hinterteil des Leuchttiers entgegen. Na toll 🙄😁

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Time Out

nichts mehr hören, nichts mehr sagen, nichts mehr sehen

Es gibt Zeiten in meinem Leben da will und brauche ich einfach meine Ruhe, das bedeutet in meinem Fall, ich bin für nichts und niemanden mehr zu erreichen, schalte mein(e) Telefon(e) aus, lese keine Emails oder sonstige Nachrichten und öffne auch meine Wohnungstüre nicht mehr, falls es klingelt.
Die Fachwelt nennt dieses Verhalten Sozialer Rückzug

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Rückblick: Die ersten Zweifel an der Therapie

Ein Jahr ist es mittlerweile her, als bei mir die ersten Zweifel an meiner langjährigen Psychotherapie aufkamen. Zweifel daran, ob ich wirklich alle Themen in der Therapie ansprechen darf. Natürlich gab es auch vorher schon Momente, wo ich mit dem Verhalten meiner Therapeutin Schwierigkeiten hatte, doch
– entweder rückte dieses Problem aufgrund aktueller Schwierigkeiten außerhalb des Therapiesettings wieder in den Hintergrund
– oder ich vetraute nach Ansprache meiner Schwierigkeiten den Worten meiner Psychotherapeutin, dass sie schon genau wisse, was sie tut
und damit war das Thema erstmal beendet.

Sprechblockade

Doch das änderte sich letztes Jahr im Juni: damals hatte ich mal wieder große Probleme mit dem Reden in der Therapie. Es wollte einfach nicht klappen, irgendwie war ich blockiert, weil immer so eine Angst „mich nicht verständlich ausdrücken“ zu können und dadurch falsch verstanden, nicht ernstgenommen zu werden, mitschwang.

Dieses „Nicht Reden können“ belastete mich damals wahnsinnig, ich wusste einfach nicht, wie ich es ändern sollte, wie ich es schaffen sollte trotz der Blockade zu reden. Ich wollte dieses Thema unbedingt in der Therapie ansprechen und bearbeiten.

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Mach doch mal Sport

„Mach doch einfach mal Sport“

eigenes Kunstwerk aus Ton

Diesen gut gemeinten Ratschlag hat bestimmt jeder Mensch mit einer depressiven Erkrankung schon mal gehört. Doch wie das so ist mit den meisten Ratschlägen, kommen diese bei betroffenen Menschen oft nicht gut an. Sie erzeugen Druck – und Druck ist wirklich das letzte, was ein Mensch mit einer (tiefen) Depression gebrauchen kann. Den Druck macht er sich innerlich schon selbst, weil er genau merkt, dass er so wie er gerade ist, nicht okay ist und dies noch mehr Scham- und Schuldgefühle auslöst. So verursacht ein gutgemeinter Ratschlag oft genau das Gegenteil, er verstärkt die Depression beim Betroffenen.

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Diskussionen im Kopf

Laufen im Regen

Heute morgen weckten mich Regentropfen, die hartnäckig auf mein Fensterbrett trommelten und auch das Hochziehen der Jalousien machte den Raum nicht heller – schlagartig wurde mir bewusst, dass es mit dem schönen Spätsommer ☀️wohl erstmal vorbei ist. Meine Monster im Kopf fingen gleich lautstark zu diskutieren an, wie der Tag nun weitergehen soll: 

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