Trigger – wenn Monster im Kopf automatisch aktiv werden

Alarm im Kopf

Gar nicht so einfach einen Beitrag über Trigger zu schreiben, ohne dass meine Monster dies als willkommenen Anlass nehmen, Chaos im Kopf zu veranstalten.

Doch mir ist dieses Thema sehr wichtig, um aufzuzeigen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen sich nicht einfach „zusammenreißen“ und ihr Verhalten, ihre Gedanken, ihre Gefühle nicht immer mit dem Verstand beeinflussen können. Das bedeutet, in bestimmten Situationen laufen im Gehirn automatische Prozesse ab, die allein mit dem Willen nicht gestoppt werden können.

Meine Monster im Kopf haben da also ihr eigenes System um mit Ereignissen umzugehen und mein Verstand besitzt da oft kein Mitspracherecht. – Sätze, wie „du musst nur wollen“, „stell dich nicht so an“, „du musst nur mit xy aufhören“ sind ziemlich wirkungslos und interessieren meine Monster in diesen Momenten herzlich wenig, sie wissen es einfach besser. Wenn meine Monster einen ihnen bekannten Trigger wahrnehmen hält sie nichts mehr auf und das Monster-Chaos-Programm startet, ohne dass ich immer dagegen steuern kann.

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Ein Blog-Umzug mit Monstern

Es ist geschafft!!

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Seit gestern hat mein Blog eine neue Heimat gefunden und kann ab sofort unter einer einprägsameren Adresse im World Wide Web, also in den unendlichen Weiten des Internets, leichter gefunden werden.

Eine neue Domain, also eine neue Adresse, war schnell und einfach gefunden und gebucht, doch der eigentliche Umzug gestaltete sich dann doch komplizierter als die im Internet gefundenen Erklärungen mir weis machen wollten. Vielleicht hatten diese Profis auch nicht mit meinen Monstern im Kopf gerechnet.

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Mein Weg zum Berliner Halbmarathon (Teil 3)

Manchmal kommt es anders als man denkt

Der erste Lauf nach einer gefühlten Ewigkeit

Seit heute sind es nur noch 5 Wochen bis ich mit über 34.000 Menschen an der Startlinie des Berliner Halbmarathons stehen werde.

Leider gibt es schon den ersten Ausfall in unserer Laufgemeinschaft. P. hat von ihrem Arzt ein Laufverbot bekommen, um eine hartnäckige Infektion der Nasennebenhöhlen endlich in den Griff zu bekommen. Sie darf also in Berlin nicht an den Start gehen, will uns aber tapfer an der Strecke anfeuern. Tapfer deshalb, weil ich weiß, wie schwer es als Läufer ist zum Zuschauen verdonnert zu werden und nicht selbst mitlaufen zu können. Bei mir sind in solchen Situationen schon die Tränen gelaufen, so groß war der innere Schmerz, als die Läufer an der Startlinie an mir vorbei liefen und ich selbst nicht starten durfte. Aber das können wahrscheinlich nur Läufer verstehen 😉

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Meine Monster sind unsichtbar

Psychische Erkrankungen sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Auch die innovative medizinische Technik, wie Röntgen, Ultraschall und andere Geräte, die das Innere eines Menschen durchleuchten, können meine Monster im Kopf (noch) nicht sichtbar machen. Sie mittels Untersuchungen von Blut- oder sonstigen Körperflüssigkeiten und mit hoher Auflösung mikroskopisch zu entschlüsseln sind bisher ebenfalls gescheitert

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Mach doch mal Sport

„Mach doch einfach mal Sport“

eigenes Kunstwerk aus Ton

Diesen gut gemeinten Ratschlag hat bestimmt jeder Mensch mit einer depressiven Erkrankung schon mal gehört. Doch wie das so ist mit den meisten Ratschlägen, kommen diese bei betroffenen Menschen oft nicht gut an. Sie erzeugen Druck – und Druck ist wirklich das letzte, was ein Mensch mit einer (tiefen) Depression gebrauchen kann. Den Druck macht er sich innerlich schon selbst, weil er genau merkt, dass er so wie er gerade ist, nicht okay ist und dies noch mehr Scham- und Schuldgefühle auslöst. So verursacht ein gutgemeinter Ratschlag oft genau das Gegenteil, er verstärkt die Depression beim Betroffenen.

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